Monthly Archives: März 2014

Die besten Geschichten vom Countdown

101 Nummern = 101 Leute/Gruppen – alles Einheimische von Kambodscha. Einige verstanden Englisch, andere nicht. Wieder andere baten jemanden in der Nähe zu übersetzen. Oder ich nahm Hände und Füsse um zu erklären: internationale Sprache. Du brauchst keinen Wortschatz, nur ein bisschen Übung. Jeder wird versuchen, dich zu verstehen. Es macht Spass, garantiert. Ein paar wenige wollten nicht gefilmt werden. Aber die, welche die Herausforderung akzeptierten, gaben ihr Bestes: sie lachten, posierten, sangen, hüpften, standen still, bewegten sich, redeten, kochten, spielten, …

 

DSCN0097# 6 Abgesehen von dem Blatt mit der Nummer ist dieses Foto keine Fälschung. Diese Männer standen tatsächlich so da und lasen in der Zeitung.

Mein nächstes Abenteuer: ICF Cambodia

Ich hoffe, du hast meinen Eintrag „Am anderen Ende der Welt“ bereits gelesen, da dies damit zusammenhängt. Wie du dich vielleicht erinnerst, verbrachte ich unter anderem einige Zeit in Siem Reap, Kambodscha. Dort besuchte ich die Kirche und NRO ICF Cambodia. Die Schweizer Familie Strupler wanderte im Sommer 2013 aus um dies auf der anderen Seite der Erdkugel zu starten. Neugierig und voller Vorfreude, diese Leute kennen zu lernen, traf ich mich mit ihnen an einem Sonntagmorgen während eines Inputs von ND. Ich fühlte mich sofort wohl und da ich keinen straffen Reiseplan – oder eher überhaupt keinen Plan hatte – fragte ich, ob ich irgendwie für ein paar Tage mithelfen könnte. ND, der Teamleiter, meinte zwar, dass er momentan gerade nichts wüsse, aber mir auf jeden Fall Bescheid gäbe, falls ihm etwas einfallen würde.

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Zwei Tage später rief er mich an und übergab mir folgende Aufgabe: Drucke die Khmer (Sprache in Kambodscha) Nummern 0 – 100 aus, geh in die Stadt und fotografiere/filme Einheimische, die jeweils ein Blatt hochhalten. Anschliessend werden wir die verschiedenen Szenen zusammenschneiden und einen Countdown daraus kreieren. Ohne weiteren Details überliess er mir diese Herausforderung und vertraute wohl auf meine Kreativität. Ich war positiv überrascht, solch ein spannendes Projekt zu bekommen und dies obwohl er mich erst ein paar Minuten lang kannte und auch nicht wusste, ob ich sowas gerne machen würde. Auf jeden Fall hat er ins Schwarze getroffen; ich war sofort von dieser Idee begeistert.

Am anderen Ende der Welt

In meinem letzten Schuljahr schrieben wir eine Abschlussarbeit, das Thema war frei wählbar. Zuerst war mir das viel zu grosszügig. Ich hatte nicht die geringste Ahnung über was ich schreiben könnte… Bis ich mich an ein Bild vom Ayers Rock in einer Zeitschrift erinnerte. Fasziniert von diesem Blitzgedanken informierte ich mich über diesen roten Berg und das dazugehörige Land. Schliesslich entschied ich mich, eine detaillierte Reise einer fiktiven Familie um diesen riesigen Kontinent, Land und Insel AUSTRALIEN zu schreiben. Für den praktischen Teil bastelte ich ein hölzernes Puzzle. Zumal ich überhaupt keine Ahnung über Australien hatte, war ich gezwungen, enorm viel Zeit in genaue Recherche zu investieren. Je mehr ich herausfand, umso mehr wollte ich wissen. So lernte ich dieses Land kennen. So lernte ich es lieben. Und so wurde ein grosser und folgenschwerer Traum geboren.