Monthly Archives: Oktober 2014

Geld – Freund oder Feind?

„Geld besteht aus Zahlen und Zahlen enden nie. Wenn es Geld braucht um glücklich zu werden, wird die Suche nach purer Zufriedenheit nie enden.“

Geld hat zwei Seiten. Es kann Menschen in „Monster“ verwandeln, welche sich um nichts anderes als Geld sorgen. Es kann einen geizig und egoistisch machen. Es kann zu einer Gottheit werden, welche wichtiger ist als andere Leute und Beziehungen, Freizeitaktivitäten, frühere Werte. Geld hat Macht. Macht zu zerstören…

…und Macht zu kreieren und wiederherzustellen. Es kann natürlich auch zu Grosszügigkeit verführen. Geld kann Leben auf eine positive Art und Weise ändern. Nicht nur ist es das Mittel, Nahrungsmittel und Wasser, Elektrizität, Kleider zu erwerben. Es kann auch in Menschen und Organisationen investiert werden, welche Menschen zur Selbsthilfe verhelfen.

100 Riel = USD 0.025

100 Riel = USD 0.025

Finanzielle Situation in Kambodscha

Kambodscha ist ein sehr armes und unterentwickeltes Land. Vielleicht realisierst du dies weniger, wenn du nur die Sehenswürdigkeiten besuchst und dich im relativ modernen Stadtzentrum aufhälst, wo es Lichter, Musik und Steinhäuser gibt. Die Einheimischen wollen natürlich die Armut nicht zeigen. Alles ist so schön wie möglich gemacht – meist für die Touristen.

Die Vielseitigkeit Kambodscha’s

Gestern Abend hatte ich die Idee, aus bereits bestehenden Film- und Fotomaterial ein Video zu kreieren. Stundenlang war ich beschäftigt; die Zeit hatte ich schon längst vergessen. Die Müdigkeit kam, die Motivation blieb. Als der erste Entwurf fertig war, blieben mir noch drei Stunden Schlaf. Na dann mal los!

Den ganzen Film habe ich heute nochmals überarbeitet – mit aufgetankter Energie und Konzentration. Er dient vor allem dem Zweck, die Schönheit Kambodscha’s aufzuweisen. Ich versuchte, den kambodschanischen Alltag einzufangen. Die grosse Herausforderung war, irgendwann einen Schluss zu machen. Man könnte diesen Film auf drei Stunden erweitern, was jedoch zu dem einen oder anderen müden Auge bei dir und einem abgestürzten Laptop bei mir führen würde. Aber wer weiss, vielleicht habe ich ja wieder einmal so eine kreative Nacht und mache eine Fortsetzung…?

Es sind alles Situationen, die ich genau so angetroffen habe. Nichts wurde eingespielt, vorbereitet oder besprochen (ausser bei dem Wasserbüffel, den wollte ich dazu motivieren ins Wasser zu steigen, was jedoch nicht viel brachte).

Schweigen soll ja bekanntlich Gold sein.
Darum sage ich jetzt nur noch:

FILM AB!

Spektakulär. Einzigartig. Ungewöhnlich.

Da standen sie nun dicht aneinander gedrängt vor dem Eingang des Tonle Mekong Restaurants. Die ersten sind bereits vor 17.00 Uhr angekommen, seither ist die Gruppe unüberseh- und unkontrollierbar gewachsen. Das Ganze erinnerte an ein Ameisenvolk, wo eine Ameise eine leckere Bananenschale gefunden hatte und sich nun das ganze Volk dort versammelte. Aktuelle Musikhits dröhnten aus den Lautsprechern, gemixt wurden sie von unserem DJ. Auf der vielbefahrenen Hauptstrasse, welche am Restaurant vorbeiführt, stoppten andere Einheimische ihre Motorräder und Tuk Tuk’s und beobachteten neugierig das Geschehen. Von oben sah das Menschenmeer zwar gross aber ganz entspannt aus. Doch spätestens wenn man versuchte, sich zum Eingang durchzukämpfen, realisierte man, wie eng die Menschen standen. Ein freundliches „entschuldige bitte“ half nicht mehr gross, Durchboxen war effektiver. Spannung lag in der Luft. Die wenigsten konnten sich ausmalen, was sie bald sehen würden. Vorfreude zeichnete sich auf den vielen Gesichtern ab. Vorfreude auf ein gewaltiges Spektakel, auf eine etwas andere, einzigartige Feier. Etwas, das sie noch nie in dieser Form erlebt hatten. Vorfreude auf das Grand Opening des ICF Cambodia.

Drei Wochen zuvor hatten wir noch frisch gedruckte Tickets in den Händen. In einer Sitzung besprachen wir Verteilstrategien. Besonders Wert wurde darauf gelegt, dass wir den Empfänger spüren lassen, dass es etwas Besonderes ist und er unbedingt kommen soll. Einige zweifelten, dass wir die 3600 Gratis-Tickets überhaupt losbringen würden.
Zehn Tage später hatten wir keine Tickets mehr. Von einem ca. 60-köpfigen Team wurden innerhalb weniger Tage 3600 Tickets verteilt! Natürlich tauchte dann vor allem bei uns „Ausländern“ die Frage auf, wie dies geschehen konnte. Von den Einheimischen wollten wir wissen, wer wie viele an wen verteilt hatte. Es stellte sich heraus, dass das Schneeballsystem in Kambodscha bestens funktioniert. Doch werden genug Leute kommen, um den Saal zu füllen?