Egal was passiert – kein zurück

Als ich 18 Jahre alt war, reflektierte ich mein Leben. Ich realisierte, dass ich nicht das Leben lebte, für welches Gott mich designiert hat. Obwohl ich schon seit Jahren Christin war, erzählte ich niemanden davon. Ich schämte mich wegen meines Glaubens und hatte Angst, dass Leute mich auslachen würde. Erlebt habe ich das schon ein paar Male. Ich bat Gott, mir zu zeigen, für was er mich gebrauchen wollte. Ich hatte das Gefühl, dass es irgendwo mehr Sinn im Leben geben muss. IRGENDWO.
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Ich verpflichtete mich, eine wahre Freundin für Gott zu werden und ihm zu dienen, egal, was passiert. Ich beging, mein Leben zu ändern, anderen von Gott zu erzählen und vor allem Gott neu zu suchen.

Ein Jahr später antwortete Gott mir. Er berief mich, nach Kambodscha zu gehen und bei ICF Cambodia mitzuhelfen. Es war definitiv nicht meine Favoritenantwort. Nichts, das ich erwartet hätte. Ich wollte nie in Asien leben. Und viele meine engen Freunde haben dies auch nicht verstanden.

Aber ich entschied mich, Gott zu gehorchen.
Ich kündigte meine Arbeitsstelle und verliess meine Familie in der Schweiz um ein neues Leben in Kambodscha zu starten. Es war ein riesiger Schritt aus meiner Komfortzone heraus – ins absolute Unbekannte.

Zur gleichen Zeit fühlte ich mich Gott näher denn je. Er führte mich durch die Schwierigkeiten und über Hindernisse. Er stellte mir Menschen an die Seite, die mich unterstützen. Bis zum heutigen Tag – fast fünf Jahre später – versorgt er mich mit den nötigen Finanzen. Er beschützt mich, wenn ich in Gefahr bin, bei Unfällen und Krankheit. Und ich glaube, dass Gott nicht nur mich sondern auch meine Familie segnet.

Manchmal fühle ich mich alleine. Ich werde verletzt. Ich bin traurig und frustriert. Immer wieder scheitere ich. Aber so oft zeigt mir Gott, wer Er wirklich ist. Dass Er mich hier will. Dass er mein Hirte ist und auf mich aufpasst. Dass Er mich nie verlässt. Und erinnert mich an die Geschenke, die er mir immer und immer wieder macht.

Gott ist der beste Hirte und Freund.
Gottes Stimme bis nach Kambodscha zu folgen war schwierig. Und es wird nicht einfacher. Aber es ist die beste Entscheidung, die ich jemals gefallen habe.

  • Daddy

    Liebe Vivien
    es berührt mich, zu lesen, was tief in dir drinnen geschehen durfte und immer noch abgeht. Ich freue mich so, über die Entscheidungen, die du getroffen hast. Es stimmt mich dankbar unserem himmlischen Vater gegenüber.
    Es stimmt mich auch nachdenklich: bin ich für meinen Gott dieser Freund? Gehorche ich ihm? Bin ich da, wo er mich haben will? bzw. Ist mir Gott näher denn je?
    Danke für dein Erzählen, für dein Öffnen, für den Einblick in dein Herz!
    Bhüet di Gott – I ha di gärn – Din Daddy